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Kinderkleidung

Auch heute ist der Matrosenanzug bei der Marine verbreitet, so wird er bei der Deutschen Marine von Mannschaftsdienstgraden getragen. Die deutsche Matrosenkleidung wurde im Deutschen Reich zentral in Kiel hergestellt, weshalb sie den Beinamen Kieler Anzug erhielt. In den USA wurde die Kleidung der Matrosen erstmals 1817 genau festgelegt.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war der Matrosenanzug das typische Kleidungsstück für Knaben in England, Deutschland und Frankreich. Besonders in Mode war der Matrosenanzug in der Zeit ab 1870 bis in die 1930er Jahre. Erstmals wurde ein besonderes Kleidungsstück für Kinder benutzt, das nicht das Abbild von Alltagskleidung für Erwachsene darstellte. Die häufigste Farbe war blau, gefolgt von weiß. Das Aussehen war dem der Marine-Uniformen sehr ähnlich, inklusive Kragen und Streifen. Allerdings war die Hose meistens kurz. Für Mädchen kamen Matrosenkleider im selben Stil in Mode. Die Einführung des Matrosenanzugs in die Kindermode wird dem englischen Königshof zugeschrieben.

1846 wurde für den damals fünfjährigen Prinzen von Wales, den späteren König Edward VII. eine Marine-Uniform in Kindergröße angefertigt. Diese trug er auf einem Porträt, das der Maler Franz Xaver Winterhalter von ihm anfertigte und das den Matrosenanzug zunächst in englischen Adelskreisen populär machte, ab etwa 1860 auch in der übrigen Bevölkerung. Die englische Königin Victoria schenkte einen solchen Anzug auch ihrem Enkel Wilhelm, dem späteren Wilhelm II. Dadurch wurde der Matrosenanzug auch in Deutschland bekannt und sehr schnell beliebt. Diese Kleidung passte wohl sehr gut zur damals verbreiteten Begeisterung für die Kaiserliche Marine. Die ersten industriell hergestellten Matrosenanzüge in Deutschland soll 1890 die Firma Bleyle auf den Markt gebracht haben.

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